Welches Material gibt es bei Babyflaschen?
Derzeit gibt es auf dem Markt drei verschiedene Materialien von Babyfläschchen: Glas, Kunststoff und Edelstahl. Jedes Material hat Vor- und Nachteile:
Glas
Vorteile: verfärbt sich nicht, leicht zu reinigen, hygienisch, kratzunempfindlich, geschmacks- & geruchsneutral, schadstofffrei, umweltfreundlich.
Nachteile: relativ schwer, unhandlich, zerbrechlich, Verletzungsgefahr.
Kunststoff
Vorteile: handlich, bruchsicher, günstig in der Anschaffung, Baby kann Flasche alleine halten.
Nachteile: nicht leicht zu reinigen, kann sich verfärben, schnelle Abnutzung, zerkratzt leicht, nicht umweltfreundlich, nicht hitzebeständig.
Edelstahl
Vorteile: bruchfest, hitzebeständig, geschmacks- & geruchsneutral, schadstofffrei, umweltfreundlich.
Nachteile: nicht durchsichtig (Befüllen ist erschwert), hohe Anschaffungskosten.
Die häufigsten Anforderungen an das Material
Als Entscheidungshilfe haben wir Dir die vier häufigsten Anforderungen von Eltern an das Material einer Babyflasche zusammengestellt. Dabei ist eines zu beachten: Nicht jedes Material kann alles leisten. Setze deshalb vor dem Kauf einen oder zwei Schwerpunkte. Tipp: Wenn Du keinen eindeutigen Favoriten hast, wechsele nach einiger Zeit das Material.
Besonders hygienisch: Glasfläschchen
Glasfläschchen nehmen auch auf Dauer weder Geruch noch Farbe der Nahrungsmittel auf. Das Material ist problemlos zu reinigen und kratzfest.
Kunststoffflaschen sind in Sachen Hygiene leider im Nachteil. Sie verfärben sich eher und können im Laufe der Zeit den Geruch der Nahrungsmittel aufnehmen. Im Vergleich lassen sie sich auch nicht so einfach säubern. (Tipp: Reinige vor allem Kunststoff-Flaschen im Vaporisator. Das ist ein spezielles Reinigungsgerät, das mit heißem Dampf arbeitet. Mehr Infos darüber findest Du weiter unten.) Zudem verkratzen sie schneller und müssen bei inneren Kratzern sofort ausgetauscht werden – dort könnten sich Bakterien ansiedeln.
Besonders robust: Kunststoffflaschen
Dein Baby wird irgendwann das Fläschchen greifen und halten wollen (bitte nur unter Aufsicht). Wenn es dabei mal runterfällt, darf es nicht gleich kaputt gehen und womöglich jemanden verletzen. Kunststoffflaschen sind hier definitiv im Vorteil. Die Verletzungsgefahr bei Glas ist deutlich höher. Dabei geht es nicht nur um große Scherben, sondern um kleine Glasbrüche. (Bitte prüfe daher vor dem Gebrauch die Glasflasche auf ihre Unversehrtheit.)
Sehr leicht: Kunstsoffflaschen
Leichte Flaschen werden vor allem bei Ausflügen oder im Urlaub geschätzt. Hier tun Eltern alles, um zusätzliches Gewicht in Taschen und Koffern zu vermeiden. In Sachen Leichtigkeit sind Kunststoffflaschen unschlagbar. Aber auch Edelstahl eignet sich: Es ist leichter als Glas.
Schadstofffrei: Beide Flaschentypen
Glasflaschen gelten als umweltfreundlich und frei von Schadstoffen. Kunststofffläschchen bestehen aus Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyphenylensulfon (PPSU). Diese Kunststoffe sind heutzutage ebenso sicher für Dein Baby.